Donnerstag, 7. Februar 2013

Maneki-neko in da house!

Eigentlich glaube ich ja nicht an Glücksbringer oder Horoskope. Eigentlich. Das soll nicht heißen, dass ich diese in Zeitschriften einfach ignoriere. Nein! Ich lese durchaus regelmäßig, was die Sterne mir durch die Redakteure einflüstern möchten. Wenn es positiv ist, nehme ich es erfreut zur Kenntnis und hoffe insgeheim, dass es auch so eintritt. Steht dort allerdings etwas negatives, ertönt in meinem Kopf sofort die mahnende Stimme die mich sofort darauf hinweist, dass dies alles nur leere Worte sind, weil der Redakteur eben noch 1/8 Seite füllen musste, damit diese endlich gedruckt werden konnte. Wie ein Mantra funktioniert das Ganze dann bei mir, welches ich immer wieder für die nächsten Minuten im Gedanken vor mir her spreche. Nach einiger Zeit habe ich das Horoskop dann auch gänzlich vergessen.

Ich bin also definitiv nicht einer von denen, dir ihr Leben von der Astrologie oder irgendwelchen Glücksbringern abhängig machen. Ich bin modern, rational, wissenschaftlich auf der Höhe der Zeit. Alles Handeln hat eine Auswirkung, die eine Reaktion der Umwelt nach sich zieht. Ein Musterbeispiel also! Der Einstein der Moderne. Wäre da nicht…

OK! Ich gebe es zu! Ich habe so eine Art Glücksbringer. Besser gesagt zwei, aber wohl doch eher drei.
Ich bin abhängig von meinen Maneki-nekos!

Fortune! Come in and never find out!

Maneki-neko sind kleine Katzenfiguren, welche mit der rechten oder linken Pfote winken. Sie kommen ursprünglich aus Japan. Hauptsächlich werden sie dort, sowie in China und in Thailand als Glücksbringer in Geschäften, Restaurants oder Lotterieläden eingesetzt. Aber auch in privaten Haushalten sind sie zu finden, sollen sie doch der Sage nach, dass Unglück fernhalten und das Glück in das jeweilige Haus „hereinwinken“. Welche Art Glück man herbeiwinken möchte, entscheidet die jeweilige Farbe der Maneki-neko.

Fr maneki neko
Auch Familie Maneki-neko macht ab und an einen Stadtbummel mit der Familie.

Eine dreifarbige Maneki-neko etwa ist spezialisiert auf Glück und Wohlstand. Eine reinweiße ist besonders bei den Eltern junger Töchter beliebt, da diese die Unschuld bewahren soll. Eine schwarze dagegen ist spezialisiert auf die Abwehr von Dämonen und Stalkern. Eine goldene, wie sollte es auch anders sein, soll Reichtum anziehen und erhalten. Die rote Maneki-neko vertreibt Krankheiten und die pinkfarbene verschafft einem den ersehnten Traumprinz/-prinzessin.

Maneki neko by luisvilla in Asakusa, Tokyo
Herbert die alte Maske hängt mit seinen Freunden den Maneki-nekos in einem tokioter Souvenirshop ab.

Ihr seht also, dass ist nicht irgendein Hokuspokus, oder Aberglaube sondern eine hochentwickelte Wissenschaft, welche bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts zurückgeht.

Dahinter steckt übrigens die Legende, dass es sich bei der Katze um die Reinkarnation der japanischen Göttin der Gnade Guanyin handelt.

Mueang Boran HAH 0674
Guanyin Brunnen in Mueang Boran/Thailand

Sie (meine Maneki-nekos) stehen bei mir in jedem wichtigen Raum. In der Wohnküche, im Büro und in meinem Schlafzimmer. Also dort wo ich die meiste Zeit des Tages verbringe. Nicht weil ich abergläubisch bin, aber nur so auf Nummer sicher, falls doch was dran sein sollte. Schließlich weiß man nie. :)


Kommentare:

  1. ach ja, ich werd mir auch eine zulegen. Meine Winke mit den Zaunspfählen, dass ich auch gern eine hätte versteht irgendwie keiner oder sie vergessens immer wieder...

    LG
    Icedragon

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    1. Das kenne ich! Alles muss man immer selber machen! Wünsch dir dann viel Spaß mit deinem Maneki-neko! :)

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