Samstag, 23. Februar 2013

And the Oscar goes...auch wieder vorbei


In der Nacht von Sonntag auf Montag findet in Hollywood die 85. Verleihung des Oscars statt. Ich weiß, ich weiß. Puristen werden jetzt wieder sagen: Halt, halt! Alles macht der wieder falsch! Das heißt nicht „Oscars“ sondern „The Academy Awards“.  

Näähhhttt! Falsch! Ha! Liebe Puristen. Die Verleihung heißt seit diesem Jahr nun nicht mehr offiziell „85th Academy Awards“ sondern der einfachheitshalber „The Oscars!“

Replicas of Academy Award statuette 2
Da hat sich Oscar und seine Familie aber feingemacht.

Dies kommt natürlich gerade mir als bekennenden Single Linguisten entgegen. Allein der Gedanke, ich müsste vor Publikum „85th“ aussprechen, treibt mir den Angstschweiß ins Gesicht. Aber zurück zum Thema.

Ich will euch nun und hier nicht erzählen, wer oder was denn dieses Jahr nominiert ist. Das können die TV-Sender bestimmt schneller und effektiver.

Ich denke es ist an der Zeit, dass wir auch die kleinen Zufälle und Fakten beleuchten, welche mit „The Oscars“ einhergehen. Lasst uns also eine Liste machen:

Fakt 1: Nur vier der insgesamt 20 nominierten Schauspieler haben dieses Jahr das erste Mal die Chance, einen der begehrten Oscars zu gewinnen. Dies sind: Bradley Cooper, Hugh Jackman, Emmanuelle Riva und Quvenzhane Wallis.

Fakt 2: Neun der 20 Nominierten haben bereits schon einmal gewonnen und eine der begehrten Trophäen zu Hause. Dies sind: Daniel Day-Lewis, Denzel Washington, Alan Arkin, Robert De Niro, Philip Seymour Hoffman, Tommy Lee Jones, Christoph Waltz, Sally Field und Helen Hunt.


ChristophWaltz82AAMar10
Der bekannteste Bingo Spieler der Welt ist auch wieder am Start.

Fakt 3. Es scheint immer eine gute Idee für einen Schauspieler zu sein, sich die Rolle eines ehemaligen Präsidenten in einem Blockbuster zu sichern. Warum? Nun, mit Daniel Day Lewis steht das zweite Mal ein Darsteller zur Wahl, welcher Abraham Lincoln in einem Film spielte. Diese Ehre hatte vor ihm schon Raymond Massey 1940.

Vier weitere Darsteller wurden in der Vergangenheit für die Darstellung eines Präsidenten für einen Oscar nominiert. Dies waren: Alexander Knox als Woodrow Wilson 1944, James Whitmore als Harry Truman 1975, Anthony Hopkins sowohl als Richard Nixon 1995 als auch 1997 als John Quincy Adams und der Schauspieler Frank Langella ebenfalls für die Darstellung von Richard Nixon im Jahr 2008.

Fakt 4: Die französische Schauspielerin Emanuelle Riva ist mit 85 die älteste Schauspielerin, welche für den Oscar für eine Hauptrolle nominiert wurde.
Im Gegensatz dazu hält die erst 9 Jahre alte Quvenzhane Wallis ab sofort den Rekord, für die jüngste jemals für eine Hauptrolle nominierte Schauspielerin.

Fakt 5: Mit dem Film „Liebe - Amour“ aus Österreich, welcher in französischer Sprache produziert wurde, steht erst zum 5 mal ein Film für den Oscar eines Hauptfilms zur Auswahl, der nicht in englischer Sprache produziert wurde.

Fakt 6: Mit dem Film Silver Linings geht erstmals wieder seit 1981 ein Film an den Start, welcher in allen vier Schauspielkategorien nominiert ist. Und da dies noch nicht genug Gewinnchancen sind, dachten sich die Verantwortlichen, nominieren wir ihn zusätzlich noch für die Kategorie Bester Film, bester Regisseur, bester Schnitt und bestes adaptiertes Drehbuch.

Fakt 7: Mit „Les Miserables“ ist erstmals seit 2002 (Chicago) wieder ein Musical als bester Film nominiert. Gewinnen konnten diese Auszeichnung bisher neun weitere Musicalverfilmungen.


Anne Hathaway 2013
Man sieht Anne die Strapazen der französischen Revolution immer noch an.


Fakt 8: Ausgerechnet Wolverine Darsteller Hugh Jackman könnte es als erster seit 1964 erneut schaffen, als bester Hauptdarsteller in einem Musicalfim die Trophäe zu gewinnen.


Wolverine (7343567212)
Und der Wolf singt uns ein Lied - Wuuuuhuuuuu!

Fakt 9: Mit Adeles „Skyfall“ ist erstmals seit 10 Jahren wieder ein Song für den Oscar nominiert, welcher es auch in die Top 10 der „Billboard Hot 100“ geschafft hat.

Fakt 10: Mit Komponist John Williams ist auch wieder ein alter Hase für den Oscar zur besten Filmmusik am Start. War er bis dato doch immerhin schon 48-mal für den Oscar nominiert. Gewinnen konnte er bisher „nur“ 5-mal und dann auch nur, (Ausnahme hier die Adaption zum Musicalfilm Anatevka 1971) wenn Steven Spielberg etwas mit der Filmproduktion zu tun hatte. Da er dieses Jahr für die Musik in Spielbergs „Lincoln“ nominiert ist, stehen die Sterne günstig für ihn.


Steven Spielberg 2011
Ohne Steve läuft bei John gar nichts.

Fakt 11: Aber nicht nur John Williams ist eine sichere Bank, was den Preis für die beste Filmmusik angeht. Auch der Komponist Thomas Newman, nominiert für "Skyfall", hat bereits seine 11. Nominierung. Hört sich im ersten Moment im Gegensatz zu Williams schon etwas dürftig an. Beachten muss man aber, dass es die Familie von Thomas Newman insgesamt bereits auf 87 Nominierungen bringen konnte. Haken bei Newman – Er selbst gewann noch nie!

Ihr seht also, der Tisch ist gedeckt. Und so ganz nebenbei haben wir doch noch einiges über die Nominierten erfahren. War zwar nicht das Ziel, aber Wissen schadet ja nicht, oder?

Ich für meinen Teil wünsche Euch allen eine schöne Oscarnacht und denjenigen, die es nicht sehen wollen oder nicht sehen können, eine erholsame Nacht.



P.S.: Für alle, die doch gerne sehen würden, wer denn nun genau für was nominiert wurde, hier die komplette Liste.

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